Entdeckung einer Lourdesgrotte im Hochzeitsgarten

Baggerschaufel vor der Lordesgrotte

Seit Anfang des Jahres waren die Stadtgärtner unter Leitung von Thomas Daleck mit der Erneuerung des Hochzeitsgarten beschäftigt. Dabei wurden am ehemaligen Fremdenbau viele Efeuranken und Gestrüpp auch an dem kleinen Jagdhäuschen entfernt. Während dieser Arbeiten kam eine kleine Mariengrotte, eine sogenannte Lordesgrotte, zutage. 1858 war nach der Marienerscheinung in Massabielle bei Lourdes in Südfrankreich dort zu Ehren der Muttergottes eine Grotte angelegt worden, die Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts Vorbild auch für viele solcher Grotten in Deutschland wurde. Sie entstanden oftmals nach privaten Gelübden und im Zusammenhang mit Wallfahrten, daneben auch nach erfolgreicher Heilung von einer Krankheit oder der unbeschadeten Heimkehr aus dem Krieg.

Lourdes Grotte am Küchenbau

Nach Auskunft von Josef Mörder, langjähriger Mitarbeiter der Zuckerfabrik und Referent der Eremitage, war die Grotte am Fremdenbau und eine weitere Grotte am ehemaligen Küchenbau wohl von den ehemaligen Bewohnern und Bewohnerinnen der Kavaliershäuser gebaut worden. Spannend ist, dass neben den oft zur Ausschmückung verwendeten Muscheln hier auch Schlacke, ein Abfallprodukt der Zuckerfabrik eingearbeitet wurde. Die schwarze Schlacke bildet einen guten farblichen Kontrast zu den hell im Sonnenlicht leuchtenden Muscheln und Schnecken. Nun findet die Mariengrotte, zukünftig mit Blumen bepflanzt und in den Hochzeitsgarten integriert, eine ganz neue schöne Bedeutung für die Trauungen.

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